


Die Anlage des Himmelpforter Klosters umfasste weit mehr Gebäude, als heute noch zu sehen sind. Links und rechts des Kirchweges, der vom Haus des Gastes an der Ruine sowie an der Kirche in Richtung Haussee führt, standen Häuser, von denen sich jedoch keines erhalten hat. Zum Leben erweckt werden sie aber in den Klosterführungen, die interessierten Besuchern nicht nur die wichtigsten Daten und Zahlen preis gibt, sondern bestimmt auch eine der vielen Himmelpforter Sagen parat hat.
Sagenhaftes

Mehr als 20 spannende Geschichten drehen sich um die Geschichte Himmelpforts und natürlich um das Leben der Mönche. Mal geht es um die Gründung des Ortes, für die es gleich drei Varianten gibt. Oder um die Namensgebung der Strohbrücke, bei der ein Mädchen aus Lychen eine Rolle spielt. Und um in der Havel badende Nonnen aus dem Kloster Zehdenick, denen diese Stelle noch heute ihre Bezeichnung verdient. Mehr sei hier aber nicht verraten…
Im Garten der Sinne

Viel Wissenswertes über die Geschichte der Heilpflanzen gibt es im Himmelpforter Kloster-Kräutergarten direkt gegenüber dem historischen Brauhaus zu entdecken. Der Garten inklusive Laden und Erlebnisspielplatz wurde 1997 geschaffen und präsentiert eine reiche Auswahl an seltenen Gewürz- und Teepflanzen, Küchenkräutern oder Zauberpflanzen. Im Garten der Sinne warten verschiedene Düfte, Tastkästen, Weidentunnel und Insektenhotel darauf, erkundet zu werden.
Öffnungszeiten:
Mai bis September
Montags bis freitags 9 bis 17 Uhr, sonnabends und sonntags 12 bis 17 Uhr
Oktober bis April
Montags bis freitags 9 bis 15 Uhr
Klassik am Kloster

Musik ertönt einmal im Jahr am Ufer des Haussees, wenn die Himmelpforter Klassiktage internationales Publikum in den Erholungsort locken. Für ein Wochenende im August holt der Veranstalter, das Landhaus Himmelpfort, hochkarätige Sänger und Solisten, die auf den Bühnen der Welt zuhause sind, in das Fürstenberger Seenland. Die einmalige Atmosphäre im Schatten der Klosterruine macht die Auftritte zu einem unvergesslichen Erlebnis.
"Leise Töne"

Die 700-Jahr-Feier Himmelpforts 1999 war die Geburtsstunde für das „Klostergeflüster“, eine Veranstaltung, die einmal im Jahr immer im Juli stattfindet. Der Name des Festes hat seinen Ursprung bei den Himmelpforter Mönchen, die stets in einem gedämpften Tonfall miteinander redeten, also fast flüsterten. Heute wird beim „Klostergeflüster“ in mittelalterlichen Kostümen altes Handwerk gezeigt und historische Spiele vorgeführt.